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Risskante

Zarah 47

Wann:

Wo:
Neue Bühne Quedlinburg, Marschlinger Hof 17, 06484 Quedlinburg

Kosten:
ab 10,00€

Ticketvorverkauf
Quedlinburg-Information, Markt 4, 06484 Quedlinburg

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Ticketlink:
» http://harztheater.de/spielplan

Zarah 47

Musical-Solo
von Peter Lund

1947 feiert Zarah Leander auf ihrem Gut Lönö in Schweden ihren 40. Geburtstag; noch vier Jahre davor der umjubelte ausländische Star der UFA, ist Zarah Leander nun arbeitslos und wartet vergebens auf Geburtstagsgäste und Angebote. In Schweden Persona non grata, in Deutschland mit Berufsverbot belegt, rechtfertigt sich die ausgemusterte, unausgelastete Diva in einem furiosen Monolog; Klug, mit viel Mutterwitz und ohne jeden Skrupel behauptet sie das Credo vieler Nazikünstler: von nichts gewusst zu haben.

 

Für Regisseur Emil Roijer manifestiert sich sowohl in der Persönlichkeit Zarah Leanders als auch in den Positionen, die heute das Bild der Künstlerin prägen, ein breites Spektrum an Widersprüchen und interessanten Bedeutungsschichten: „Die Sicht auf Zarah Leander ist in Schweden und Deutschland sehr unterschiedlich, was mich als Schwede natürlich äußerst interessiert. Während ein Zarah-Leander-Museum in Schweden eher ‚in die Pampa‘ (bei Häradshammar) verbannt wurde, blieb die Künstlerin in Deutschland immer ein präsentes Phänomen. In Schweden wurde sie nach dem Krieg zum Sündenbock aller Mitläufer, weil sie nichts bereute. In Deutschland liebte und verehrte man sie ungebrochen… Die Diva geriet zur schillernden Projektionsfläche: Nazi, Gay-Ikone, Spionin für Sowjets, Alliierte, Schweden oder Deutsche, Vamp, Gutsherrin, ehrlich und verlogen, geizig und großzügig, geliebt und gehasst … Mir drängt sich sehr auf, dass nicht nur die Leander ihren Kopf in den Sand gesteckt zu haben scheint.“
 

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