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Risskante

Wiener Blut

Wann:

Wo:
Großes Haus Quedlinburg, Marschlinger Hof 17, 06484 Quedlinburg

Kosten:
ab 15,00€

Ticketvorverkauf
Quedlinburg-Information, Markt 4, 06484 Quedlinburg

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Ticketlink:
» http://harztheater.de/spielplan

Wiener Blut

Operette in drei Akten von Johann Strauß
Arrangement von Adolf Müller jun.
Text von Victor Léon und Leo Stein

Balduin Graf Zedlau ist der Gesandte von Reuß-Schleiz-Greiz beim Wiener Kongress. Er ist dienstbeflissen und selbst der eigenen Gattin zu dröge, als dass sie mit ihm unter einem Dach leben möchte. Doch einmal Wiener Blut geleckt, mutiert der brave Biedermann im Wiener Walzerschritt zu einem wahren Don Juan. Doch der Versuch, eine Begegnung der unerwartet in Wien eintreffenden Gattin Gabriele mit seiner langjährigen Geliebten (der Tänzerin Cagliari) und dem neuesten Objekt seiner erotischen Begierde (der Probiermamsell Pepi) zu verhindern, ist zu grandiosem Scheitern verurteilt.

 

An dem vergnüglichen Operetten-Plot reizt Marco Misgaiski Folgendes: „Das macht einfach Spaß! Also zum Teufel mit der Tiefenpsychologie und her mit einem kräftigen Schluck Wiener Blutes... Und das ‚Wiener Blut‘ hat es in sich. Es ist eine Art Bestandsaufnahme längst vergessen geglaubter Einzelstücke, eine musikalisch meisterlich gefügte Kollage von Walzermelodien und Liedern aus der Feder von Johann Strauß. Zahllose wunderbare Perlen sind in diesem Werk zu einem zugegeben funktionierenden Gesamtbild gefügt, doch spiegelt jede einzelne Nummer für sich betrachtet in ihrer eher formalen Kompositionsstruktur keinerlei psychologische Höhen und Tiefen von Bühnenfiguren wieder. Als Regisseur ist man aber gerade an den mentalen Zwängen der Charaktere und den daraus resultierenden Spannungen innerhalb von Personenkonstellationen eines Plots interessiert. Deren Existenz ist schließlich die Grundvoraussetzung für die Sinnfälligkeit und das Vorankommen einer Theaterhandlung. Die besondere Herausforderung an eine szenische Umsetzung dieser Operette besteht also darin, einerseits der reinen Tanzmusik eine handlungsrelevante Dramaturgie zu entlocken, ohne ihr aber andererseits dabei den eigenen Zauber zu rauben. Hilfe in diesem Dilemma bringt der federleichte Libretto-Text. Denn: Gibt man sich kopflos der herrlich amoralischen Moral der Geschichte mit ihren charmant-süffisanten Dialogen hin und identifiziert man sich genüsslich mit dem Haupthelden der Handlung, so wird bei diesem Werk jedes Regie-Bemühen ganz von allein zu einem lustvollen Unterfangen.“

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