A A A

Risskante

Münzenbergmuseum

Museum Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg – Quedlinburg

Fotos: Frank Sachser

An den beeindruckenden Resten der Kirche St. Marien auf dem Münzenberg in Quedlinburg lassen sich noch heute alle Elemente einer ottonischen Basilika mit Apsis, Querhaus, dreischiffigem Langhaus und Westbau ablesen. Im Jahre 986 mit Gründung eines Benediktinerinnenklosters errichtet, bestand sie bis 1536 und wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten zu profanen Zwecken genutzt und mit zwölf Wohnhäusern über- und umbaut.

Das Kloster hatte Äbtissin Mathilde des Quedlinburger Reichsstifts, eine Tochter Kaiser Ottos des Großen und seiner Gemahlin Adelheid, für ihren in Italien verstorbenen Bruder Kaiser Otto II. gestiftet. Eine Unterstützung der Stiftung durch ihre Schwägerin Kaiserin Theophanu kann angenommen werden.

Trotz ihrer kleineren Dimensionen gehört die Klosterkirche mit der Stiftskirche St. Servatii auf dem Schlossberg und St. Wiperti zu den wichtigsten ottonischen Gebäuden der Stadt.

Die erhaltenen Teile des Baukörpers, zahlreiche Funde von Halbsäulen, Kapitellen und Reliefs aus St. Marien vermitteln insgesamt ein lebendiges Bild mittelalterlicher Baukunst.

Professor Siegfried Behrens und seine Frau erwarben im Jahr 1994 eines der Häuser, in denen sich wesentliche Teile der Klosterkirche erhalten haben. Stück für Stück führten sie durch weitere Ankäufe, Tausch und geduldige Verhandlungen die noch vorhandenen Bereiche der Kirche wieder zusammen, so dass nun die Westkrypta, die Ostkrypta, Teile des Mittel- und der Seitenschiffe, die Nonnenempore und die archäologisch gesicherte mittelalterliche Begräbnisstätten vor dem südlichen Seitenschiff zu besichtigen sind.

Im Jahr 2006 brachte das Ehepaar Behrens drei ihrer Häuser mit den wesentlichen Resten der Klosterkirche in die von ihnen gegründete Stiftung "Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg" ein. Die Stiftung wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz verwaltet und unterstützt aus den Erträgen des Stiftungsvermögens und Spenden den Unterhalt und den Ausbau des Museum.

Im Jahr 2009 wurde das Engagement der Eheleute Behrens mit dem "Romanik Preis" des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

2015 erfolgte, nach zwanzigjähriger Erschließung der Anlage, die offizielle Eröffnung des Museums und 2017 die Aufnahme in die Tourismusroute "Straße der Romanik".

Eintrittspreise

  • Der Besuch des Museums ist kostenlos
  • Gruppenführungen ab 10 Personen 1,- € Spende pro Person
  • Sonderführungen 5,00 € pro Person

Öffnungszeiten

Sonderöffnungszeiten ab 19.05.2019- 02.02.2020

Mai - Oktober

  • Dienstag - Sonntag/ Feiertagen
    10:00 - 18:00 Uhr
  • Montag Ruhetag

November - Februar

  • Dienstag - Sonntag/ Feiertagen
    10:00 - 16:00 Uhr
  • Montag Ruhetag

Das Museum ist am 24./ 25./ 26.12.2019 und am 01.01.2020 geschlossen.

Ab 03.02.2020

Januar und Februar

  • nur Freitag bis Montag
    10.00 - 17.00 Uhr

März – Dezember

  • Täglich
    10.00 - 17.00 Uhr

Öffentliche Führungen

Samstag 02.November, 11:00 Uhr

Sonderführung zum Festjahr
„St. Marien auf dem Münzenberg- Eine ottonische Kirche im Wandel der Zeiten“

Anmeldung unter:  Email:
Teilnehmerzahl max.25 Personen, 5,00 € p. Person
Treffpunkt : Eingang Museum

 

Individuelle Gruppenführungen bei Anmeldung (Mindestteilnehmerzahl 10 Personen)

Kontakt

Museum Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg
Münzenberg 16 | 06484 Quedlinburg
Tel. 0178 8042592
Mail:
web: www.klosterkirche-muenzenberg.de
Facebook: Museum Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg/ Quedlinburg

Zurück

Es werden notwendige Cookies, Google Fonts, OpenStreetMap, Youtube und Google Analytics geladen. Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und unserem Impressum.