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Risskante

Kirchen

Vierzehn erhaltene Kirchen und Kapellen prägen die Stadtsilhouette Quedlinburgs. Jede ist Zeugnis einer bestimmten Zeitepoche und Besucher können zum Beispiel die belebte Geschichte der beiden Stiftskirchen, der kleinen Johanniskapelle oder der Alten Kirche Bad Suderode nacherleben.

Stiftskirche Sankt Cyriakus Gernrode

Mitte des 10. Jahrhunderts tauchte die Rodung Geronisroth erstmals als Begriff auf. Belegt ist, dass im Jahr 961 König Otto I. das kurz vorher gegründete Stift Cyriakus unter seinen Schutz nahm. Bis heute ist die ottonische Stiftskirche St. Cyriakus das Wahrzeichen Gernrodes und beeindruckt mit einer der ältesten Hallen-Krypten Deutschlands, einem byzantinischen Langhaus und einer der ältesten erhaltenen Nachbildungen des Grabes Christi nördlich der Alpen. Nach seiner Zeit als fürstlicher Dom wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts das Stiftsgebäude zum "Schloss" umgebaut und verlor als Stift seine jahrhundertelange Bedeutung. Heute wird die Kirche als Pfarrkirche und Ort für besondere musikalische Angebote genutzt.

Stiftskirche St. Servatii Quedlinburg

Im Jahr 936 wurde nach dem Tod Heinrichs I. auf dem Burgberg ein freiweltliches Reichsstift gegründet, welches nur dem Kaiser und Papst unterstellt war. Hauptaufgabe des Damenstifts war das beständige Totengedenken für Heinrich I. Die reichhaltigen Reliquien und Kostbarkeiten aus dieser Zeit können noch heute im Rahmen des Kirchenschatzes in der romanischen Stiftskirche bestaunt werden.

St. - Aegidii - Kirche Quedlinburg

Das Dorf „Nördlingen“ wurde zum Ende des 13. Jahrhunderts Teil der Stadt Quedlinburg. Hier befindet sich die schon 1179 in einer Papsturkunde Alexanders III. erwähnte St. Aegidii-Kirche. Das Innere der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche ist durch eine frühbarocke Einrichtung geprägt.

Nikolaikirche Quedlinburg

Die Nikolaikirche prägt mit ihren 72 m hohen Türmen das Bild der Quedlinburger Neustadt. Vermutlich wurde sie zu einer gotischen Hallenkirche im 14. Jahrhundert umgebaut.

Marktkirche St. Benedikti Quedlinburg

Im Herzen der historischen Altstadt überragt die Marktkirche alle anderen Gebäude. Bereits im 10. Jahrhundert gab es an gleicher Stelle eine frühromanische Vorgängerkirche. In der Kirche können Besucher die beurkundete Stadtentwicklung in der Ausstellung „Quedlinburg – Von der Pfalzstadt zur Rolandstadt“ besuchen. Außerdem ist eine Turmbesteigung empfehlenswert, um einen einzigartigen Blick über die Stadt zu genießen.

Johanniskapelle Quedlinburg

Johanniskapelle – das sakrale Kleinod am Rande der Stadt liegt am Pilgerweg des Jakobus. Der Kapelle geht eine legendäre Gründungsgeschichte voraus. Sie liegt inmitten eines berühmten Viertels, welches für sein besonderes soziales Wohnkonzept der Heiligegeist- und Johannis-Hospital-Stiftung bekannt war. Dieses wurde auf der Pariser Weltausstellung von 1900 gezeigt.

Alte Kirche Bad Suderode

Die Geschichte dieses kleinen wunderschönen Gotteshauses lässt sich leider nur fragmentarisch aus späteren Überlieferungen rekonstruieren. Erstmalig wird Suderode in der von Papst Alexander III. im Jahr 1179 ausgestellten Urkunde erwähnt. Während die Apsis und der massive Turm der Alten Kirche untrüglich romanischer Herkunft sind, haben die kleinen Säulen der Schallöcher sogar ottonischen Charakter.

Die Apsis und der massive Turm der Alten Kirche sind untrüglich romanischer Herkunft. Die kleinen Säulen der Schallöcher haben sogar frühromanischen Charakter.

Blasiikirche

Die Kulturkirche St. Blasii ist eine von zwei Kirchen im Zentrum der historischen Altstadt. Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnte die Kirche in den 1990er Jahren umfassend restauriert werden. Heute ist in dem sakralen Bau die Kultur zuhause. Verschiedene Konzerte, Lesungen und Ausstellungen können hier besucht werden.

St. Wiperti

Der Bereich um die heutige Kirche St. Wiperti war ursprünglich der Königshof und damit die Keimzelle der Ottonenherrschaft. Um 950 wurde hier eine kreuzförmige Basilika errichtet, in die 1020 die heute noch erhaltene Krypta eingebaut wurde.

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