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Risskante

Die Krönung von Heinrich dem Ersten

Künstler: Jochen Müller

aufgestellt: 2007

Standort: Turnstraße / vor der Sparkasse

Bildbeschreibung: Um die Königskrönung Heinrich I. ranken sich viele Legenden. Eine davon erzählt, dass Heinrich während des Vogelfangs, genau an dem Ort, an dem heute das Denkmal steht, von einer Reiterschar überrascht wurde, die ihm dann die Königskrone überreichte. Eine andere erzählt, dass Herzog Heinrich 919 in seinem Anwesen, auf den Vorschlag des Frankenherzogs Eberhard, zum König gewählt wurde.

Das Denkmal greift beide dieser Geschichten symbolisch auf und zeigt Herzog Heinrich im Moment seiner Krönung. Er ist jedoch abgelenkt, denn er ist in Gedanken bei der Vogeljagd. Der Bischof drückt seinen Unmut aus und zieht ein skeptisches Gesicht. Diese Geste zeigt zum einen das Missfallen gegenüber der Krönung seitens der Kirche, als auch die Empörung über die Unaufmerksamkeit des künftigen Königs.

Eine weitere Figur ist der Chronist. Es scheint, als wäre er rein zufällig an dem Platz als die Reiterschar erscheint, um Heinrich zu krönen. Er schenkt dem Geschehen wenig Aufmerksamkeit und dreht seinen Rücken zu. Man könnte meinen, er überlege noch, was er genau in das Geschichtsbuch schreiben könnte. Diese Darstellung soll auf den generationenübergreifenden Streit zwischen Historikern hinweisen, die sich uneinig sind in der Frage, ob mit der Krönung die deutsche Geschichte begann oder die fränkische Geschichte fortdauerte.

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