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Risskante

Abteigarten und Brühl-Park

Die Gärten des im Jahr 936 gegründeten ehemaligen Reichstifts Quedlinburg sind eingebettet in eine der ältesten Kulturlandschaften Mitteleuropas. Der Abteigarten liegt am Fuße des Schlossberges. südlich grenzt der Brühlpark an, benannt nach dem \"Broil\" (Wald) des früheren St. Wiperti-Klosters. Auch er gehörte im Zuge der Reformation dann zu dem Stift. Seine heute quadratische Form mit einem Alleenkreuz ist auf Äbtissin Anna Dorothea im Jahre 1685 zurückzuführen. Äbtissin Anna Amalie ließ 1757 Diagonalalleen hinzufügen. Ende des 18. Jahrhunderts entstand unter der letzten Äbtissin Sophie Albertine östlich des Brühls eine Gartenpartie im landschaftlichen Stil. Durch eine Schenkung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. kam der Brühl 1817 in städtischen Besitz. Durch Zugewinn weiterer Flächen entstand ein ausgedehnter Park. Für dessen Verschönerung wurden zwei bedeutende Gartenkünstler hinzugezogen: 1866 der europaweit agierende Eduard Petzold und 1900 der Magdeburger Gartendirektor Johann Gottlieb Schoch. Zu den wertvollsten Ausstattungsstücken des Parks zählen die Denkmale für Friedrich Gottlieb Klopstock und dem Geographen Carl Ritter, beides Söhne der Stadt.

Die barocke Achse durch den Abteigarten wurde 2006 mit fachlicher und finanzieller Unterstützung der Allianz Umweltstiftung wieder hergestellt. Durch diese Verbindung kann das Gartenensemble heute als Einheit erlebt werden.

Im Jahr 2007 wurde mit großem finanziellen und personellen Aufwand die denkmalgerechte Aufwertung des Brühl-Parks und die Herstellung der touristischen Infrastruktur in der angrenzenden Brühlstraße durchgeführt. Finanzielle Unterstützung erhält die Stadt hierfür von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Bis zum Frühjahr 2008 wurden im Park u.a. ca. 10.000 m² Wege instandgesetzt, 180 Bäume neu gepflanzt, 35 Bänke aufgestellt, eine Wasserfontäne im Blumengarten installiert, ein Spielplatz neu errichtet, ein Pavillon aufgestellt und viele neue Strauchflächen angelegt. Darüberhinaus führen zwei neue Fußgängerbrücken nun in den Park.

Um die Gartenträume–Anlagen touristisch besser vermarkten zu können, war eine funktionelle und gestalterische Aufwertung der angrenzenden Wege, Straßen und Stellplätze erforderlich. Für die Straßenbrücke wurde ein Ersatzneubau errichtet.

Alle Maßnahmen konnten nur durch die großzügige Bereitstellung von Fördermitteln durch das Land Sachsen-Anhalt und deren Kofinanzierung durch die Europäische Union realisiert werden. Das verdankt die Stadt Quedlinburg zuallererst dem Netzwerk Gartenträume.

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